Luftgewehr SPA Snowpeak T-Rex W 5,5mm
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Das T-Rex W ist die Holzschaftversion des PCP-Luftgewehrs T-Rex vom chinesischen Hersteller SPA (Snowpeak); es unterscheidet sich nur durch den Schaft und das Gewicht. Lauf, Druckluftkartusche, Regulator und Leistung bleiben gegenüber der Version mit Polymerschaft, die wir im ersten Videotest des T-Rex vorgestellt haben, unverändert. Die Holzschaftversion wiegt 3,2 kg, also 50 g mehr; die Kunststoffversion hat zusätzlich eine höhenverstellbare Schaftbacke.
Der Schaft besteht aus Buchenholz, nicht aus Nussbaum, ist für diese Preisklasse aber überdurchschnittlich gut verarbeitet. Die Griffflächen sind aufgeraut, damit die Hand auch bei Schweiß nicht abrutscht, und die Schaftkappe ist im oberen Bereich so geformt, dass sie gut in der Schulter sitzt. 3,2 kg klingen nach viel, doch das Luftgewehr ist gut ausbalanciert und liegt ruhig in den Händen.
Der Hersteller hat auch bei der Holzschaftversion die untere Schiene am Vorderschaft beibehalten, an der sich ein Zweibein befestigen lässt. Bei Holzschäften ist das keine Selbstverständlichkeit.
Zum Preis dieses kompletten Luftgewehrs würde ein anderer Hersteller nur den Schaft anbieten.
Das T-Rex W wird in den Kalibern 4,5, 5,5 und 6,35 mm angeboten, die sich in Leistung, Magazinkapazität und Schusszahl pro Füllung unterscheiden. Die Druckluftkartusche hat in allen Kalibern ein Volumen von 230 cm³ und wird auf maximal 250 bar gefüllt; für eine konstante Leistung sorgt der integrierte Regulator. Über die gesamte Lauflänge ist ein Schalldämpfer integriert.
| KALIBER | ENERGIE | MAGAZIN | SCHÜSSE PRO FÜLLUNG |
| 4,5 mm | 28 J | 12 Schuss | 60 |
| 5,5 mm (im Test) | 41 J | 10 Schuss | 40 |
| 6,35 mm | 49 J | 9 Schuss | 35 |
(Herstellerangaben. Gemeinsam: Lauflänge 480 mm, Gesamtlänge 1 050 mm, Gewicht 3,2 kg, Zielfernrohrschiene 22 mm, Fiberoptikvisierung.)
Das T-Rex W hat einen klassischen Vier-Takt-Repetierverschluss: entriegeln, nach hinten ziehen, nach vorne schieben und verriegeln. Das Spannen geht schwergängig und langsamer als mit dem Seitenspannhebel der Modelle AP900 und AP1000, dafür ist die Bewegung sicher und definiert. Wer mit einer Büchse schießt, kennt diesen Ablauf und wird sich damit sofort zurechtfinden. Der Kammerstängel lässt sich auf die linke Seite umsetzen.
Der Abzug ist nicht einstellbar. Ab Werk ist er für ein Luftgewehr dieser Klasse allerdings ideal eingestellt. Die Sicherung besteht aus Kunststoff und sitzt im Abzugsbügel neben dem Abzug. Wenn das Luftgewehr geladen ist, zeigt dies ein Signalstift am Verschluss an.
Das Magazin des T-Rex ist ein federbelastetes Kunststoff-Trommelmagazin, das vor dem Befüllen durch Drehen wie ein Wecker aufgezogen wird. Im Kaliber 5,5 mm fasst es 10 Diabolos, genau wie beim AP900 und AP1000.
Wir haben das T-Rex W auf unserem 50-Meter-Schießstand mit JSB Exact Jumbo Heavy Diabolos mit einem Gewicht von 1,175 g getestet. Beim ersten Videotest des T-Rex haben wir auf einem 20-Meter-Schießstand geschossen und vor allem die Geschwindigkeitskonstanz und die Leistung betrachtet; auf einer so kurzen Distanz lässt sich die Präzision nur begrenzt beurteilen. Auf 50 Metern wird deutlich mehr sichtbar.
Das getestete Exemplar war weder ausgesucht noch optimiert. Es handelt sich um ein ganz normales Luftgewehr direkt aus der Verpackung, das uns einer unserer Kollegen geliehen hat. T-Rex, AP900 und AP1000 gehören bei uns im Unternehmen zu den beliebtesten Luftgewehren, und die meisten Mitarbeiter haben eines davon zu Hause. Vor den Dreharbeiten haben wir ungefähr zwanzig Magazine verschossen: Zuerst haben wir das Luftgewehr auf Papier eingeschossen und justiert und erst danach auf die Scheiben geschossen, die wir zeigen.
Auf 50 Meter schoss das T-Rex W im Kaliber 5,5 mm mit konstanter Geschwindigkeit und ohne einen einzigen Ausreißer; die Schussgruppen auf beiden Scheiben waren kleiner als eine Daumenbreite. Die ersten 15 Schüsse aus zwei Magazinen unterschieden sich am Chronografen um höchstens 3 m/s und lagen zwischen 271 und 274 m/s. Das entspricht 43,1–44,1 J. Danach sank die Geschwindigkeit auf 267–269 m/s, weil die Luft in der Kartusche zur Neige ging und nachgefüllt werden musste. Auch der Schuss mit der niedrigsten Geschwindigkeit von 267 m/s traf präzise.
| SERIE | GEMESSENE GESCHWINDIGKEITEN (M/S) |
| 1. Magazin | 272 · 272 · 272 · 271 · 272 · 272 · 271 · 272 · 271 |
| 2. Magazin | 273 · 274 · 273 · 274 · 274 · 272 · 267 · 269 · 269 · 267 |
(Im Video aufgezeichnete Geschwindigkeiten, Diabolos JSB Exact Jumbo Heavy 1,175 g. Die letzten vier Schüsse erfolgten nach dem Druckabfall.)
Was die Messung für die Präzision bedeutet
Ein Unterschied von 3 m/s entspricht 1,1 % der Geschwindigkeit. Das langsamere Diabolo benötigt für 50 Meter einen Bruchteil länger und fällt stärker ab; nach unserer Berechnung ohne Luftwiderstand beträgt der Höhenunterschied zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Schuss knapp 4 mm, mit der Abbremsung des Diabolos durch die Luft etwas mehr. Die Geschwindigkeitskonstanz schränkt die Präzision auf 50 Meter also praktisch nicht ein; entscheidend sind Lauf, Diabolo und Schütze.
Warum wir mehr gemessen haben, als der Hersteller angibt
Der Hersteller gibt 41 J und 263 m/s an. Mit demselben Diabolo von 1,175 g ergeben 263 m/s eine Energie von 40,6 J, der Katalogwert entspricht also genau einem solchen Geschoss. Unser Exemplar war 3,4 % schneller, weshalb wir 43–44 J gemessen haben. Der Unterschied liegt am einzelnen Exemplar, nicht am Diabolo. Beim Kaliber 6,35 mm mit den im Katalog angegebenen 49 J bedeutet das, dass einzelne Exemplare 50 J überschreiten können, oberhalb derer nur auf einem Schießstand geschossen werden darf.
Während des gesamten Tests hatte ich keine Ausreißer.
Wir haben den Eindruck, dass das T-Rex etwas präziser schießt als das AP900 und das AP1000. Mit der Lauflänge lässt sich das nicht erklären, denn der Lauf des AP1000 ist 20 mm länger. Eine Rolle könnte das Gewicht spielen, das für mehr Ruhe beim Zielen sorgt (3,2 kg gegenüber 2,3 kg), oder ein besonders gelungener Lauf dieses Exemplars. Gegenüber dem AP900 ist das T-Rex W beim Schuss etwas lauter; wir haben den Geräuschpegel nicht gemessen, es handelt sich um einen Eindruck beim Schießen nebeneinander.
TIPP:
Es kommt immer eher auf das einzelne Exemplar an als auf das Modell. Man muss es selbst ausprobieren.
Das T-Rex W ist von den dreien das schwerste und liegt am ruhigsten in den Händen, das AP900 ist am leichtesten und lässt sich am schnellsten repetieren, das AP1000 bietet im Kaliber 5,5 mm die höchste Leistung. Alle drei werden von SPA hergestellt und haben einen Regulator. Die Kartusche des T-Rex fasst 230 cm³, fast doppelt so viel wie die des AP900 (118 cm³).
| KALIBER 5,5 mm | ENERGIE | GEWICHT | LAUF | KARTUSCHE | REPETIERSYSTEM |
| T-Rex W | 41 J | 3,2 kg | 480 mm | 230 cm³ | Vier-Takt-Repetierverschluss |
| AP900 Mercury | 32 J | 1,6 kg | 310 mm | 118 cm³ | Seitenspannhebel |
| AP1000 Mercury | 47,7 J | 2,3 kg | 500 mm | 250 cm³ | Seitenspannhebel |
(Herstellerangaben.)
Wer schnell und unkompliziert schießen möchte, greift zum Seitenspannhebel des AP900 oder AP1000; beide haben wir im Videotest des AP900 und AP1000 ausführlich vorgestellt. Wer sich für jeden Schuss Zeit nimmt, in Ruhe repetiert und schießt, wird am T-Rex W die längere und schwerere Bauweise sowie den Holzschaft schätzen. Als kompakte Variante gibt es das T-Rex Bullpup.
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Zum T-Rex W benötigen Sie eine Druckluftquelle mit Schnellkupplung, Diabolos und einen verstärkten Kugelfang; auf 50 m empfehlen wir ein Zielfernrohr. Die werkseitige Fiberoptikvisierung reicht für kurze Entfernungen aus, doch wir würden das T-Rex auf jeden Fall mit einem hochwertigen Zielfernrohr ausstatten, denn das hat es verdient.
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Ersatzteile
Für das T-Rex bieten wir separat ein Ersatzmagazin für jedes Kaliber, einen Füllstutzen, ein Manometer und einen Dichtungssatz an. Ein zweites Magazin ist auf dem Schießstand praktisch, wenn Sie nicht nach jeweils zehn Schuss nachfüllen möchten.
| VORTEILE | NACHTEILE |
| + konstante Geschwindigkeit dank Regulator | - Abzug nicht einstellbar |
| + Präzision auf 50 m ohne Ausreißer | - Vier-Takt-Repetierverschluss langsamer als ein Seitenspannhebel |
| + Buchenschaft mit aufgerauten Flächen und Schiene für ein Zweibein |
- etwas lauter als das AP900 |
| + große 230-cm³-Kartusche mit Manometer | - 3,2 kg – beim Tragen schwerer als das AP900 |
| + Ersatzteile erhältlich | - Schnellkupplung und Druckluftquelle müssen separat gekauft werden |
Das T-Rex W richtet sich an Schützen, die ein preisgünstiges und präzises PCP-Luftgewehr mit Holzschaft suchen und in Ruhe Schuss für Schuss schießen. Wer schnelles Repetieren und geringes Gewicht bevorzugt, wird mit dem AP900 oder AP1000 zufriedener sein. Wir empfehlen das T-Rex und die anderen aktuellen SPA-Luftgewehre vor allem denjenigen, die PCP ohne große Investition ausprobieren möchten.
Wenn Sie nicht viel Geld für Luftgewehre ausgeben und erst einmal ausprobieren möchten, ob Ihnen das Spaß macht, sind diese Modelle dafür völlig ausreichend.
Weitere Modelle mit Regulator finden Sie in der Kategorie PCP-Luftgewehre.
Welche Leistung hat das Snowpeak T-Rex W?
Laut Hersteller 28 J im Kaliber 4,5 mm, 41 J im Kaliber 5,5 mm und 49 J im Kaliber 6,35 mm. Bei unserem Exemplar im Kaliber 5,5 mm haben wir 43–44 J gemessen; der tatsächliche Wert variiert je nach Exemplar und Diabolos.
Auf wie viel bar wird das T-Rex gefüllt und wie viele Schüsse sind damit möglich?
Auf maximal 250 bar. Der Hersteller gibt 60 Schüsse im Kaliber 4,5 mm, 40 im Kaliber 5,5 mm und 35 im Kaliber 6,35 mm an; im Test haben wir die Schusszahl pro Füllung nicht gemessen.
Welche Diabolos eignen sich für das T-Rex 5,5 mm?
Im Test haben wir JSB Exact Jumbo Heavy 1,175 g verwendet. Jeder Lauf kann jedoch ein anderes Diabolo bevorzugen, deshalb lohnt es sich, mit einem Testset zu beginnen.
Ist das T-Rex W für Anfänger geeignet?
Ja, sofern das Gewicht von 3,2 kg und der langsamere Vier-Takt-Repetierverschluss nicht stören. Es ist preisgünstig, hat einen Regulator und Ersatzteile sind erhältlich. Wer ein leichteres Luftgewehr mit schnellem Repetiersystem möchte, wählt das AP900.